Typenklasse, Regionalklasse und weiche Tarifmerkmale

Die Typenklasse spielt bei der Berechnung der Beiträge für die Kfz-Versicherung eine entscheidende Rolle. Nicht weniger Einfluss hat die Regionalklasse. Diese beiden Parameter werden jedes Jahr neu berechnet. Während diese Angaben relativ unveränderlich sind, kann der Versicherungsnehmer an den weichen Tarifmerkmalen wesentlich mehr ändern.

Die Typenklassen und die Regionalklassen sind zwei Faktoren, die bei der Berechnung der Prämien einer Kfz Versicherung eine entscheidende Rolle spielen. Diese beiden Kriterien sind mit die wichtigsten wenn es um die Berechnung der Beiträge geht. Doch auch wenn sowohl die Typenklasse, als auch die Regionalklasse zwei unveränderliche Faktoren sind, kann der Versicherungsnehmer bereits beim Autokauf entscheiden, ob er ein Fahrzeug kauft, das gut eingestuft wird oder ein Auto kauft, das eher schlecht eingestuft wird und daher zu höheren Beiträgen führt. Wer also bei seiner zukünftigen Versicherung Geld sparen möchte, sollte sich bereits beim Kauf des Fahrzeug genauer überlegen, welches Modell zu welcher Typenklasse gehört.

Die Typenklasse wird jedes Jahr neu festgelegt. Dabei werden alle Fahrzeug-Modelle in Deutschland in bestimmte Typenklassen eingeordnet. Das bedeutet, je schlechter die Unfall- und Schadenstatistik eines Modells in den letzten Jahren war, desto höher fallen im Folgejahr die Beiträge für den Versicherungsnehmer aus. Die Fahrzeugmodelle werden in der Regel jedes Jahr zum Oktober neu eingeteilt. Dabei kann es sein, dass für Versicherungsnehmer die Beiträge steigen oder sinken, auch wenn sie keinen Schaden gemeldet haben. Die Versicherer stützen sich dabei auf Durchschnittswerte eines Modells. Da sich die Beiträge erhöhen können, haben Versicherungsnehmer die Möglichkeit ihre Versicherung im Laufe des Novembers zu kündigen.

Die Regionalklasse ist schwerer zu beeinflussen, denn die wenigsten werden bereit sein auf Grund einer schlechten Regionalklasse die Koffer zu packen und umzuziehen. So wie die Fahrzeuge, werden jedes Jahr auch die einzelnen Bundesländer und Städte in Deutschland einem Test unterzogen. Dabei werden die Unfallstatistiken der vergangenen Monate und Jahre ausgewertet. Anhand dieser Werte wird schließlich jede Region in eine Regionalklasse eingeteilt. Dabei fallen die Beiträge in den Regionen geringer aus, in denen die wenigsten Unfälle passieren und der Fahrzeughalter bzw. das Fahrzeug der geringsten Gefahr ausgesetzt ist. Auch die Regionalklasse wird jedes Jahr neu eingeteilt. Dabei haben Versicherungsnehmer nach Neueinteilung die Möglichkeit bei ihrer Autoversicherung kündigen die Kündigung einzureichen und bei einem anderen Versicherer einen Antrag stellen. Im Jahr 2011 haben die Städte Bremen, Hamburg und Essen besonders gut abschnitten. Die bayerischen Großstädte Nürnberg und München sind hingegen auf den hinteren Rängen gelandet.

Bei der Beitragsberechnung für eine Kfz-Versicherung spielen neben der Typen- und Regionalklasse vor allem auch die sogenannten weichen Tarifmerkmale eine entscheidende Rolle. Dabei kommt es beispielsweise darauf an, ob der Versicherungsnehmer sein Fahrzeug in einer Garage oder auf einem öffentlichen Parkplatz abstellt. Auf einem öffentlichen Parkplatz erhöhen sich die Beiträge deutlich, da das Fahrzeug hier einer erhöhten Gefahr durch mutwillige Zerstörung und Naturgewalten ausgesetzt ist.

Abschließend können Versicherungsnehmer auch bestimmen, wie oft sie das Auto überhaupt fahren. Dabei gilt grundsätzlich: Je mehr Kilometer der Fahrzeughalter pro Jahr fährt, desto teurer wird die Versicherung. Sollte sich der Versicherungsnehmer für einen Eigenbeitrag entscheiden, verringert sich der Tarif spürbar.

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