Nach dem Führerschein in die erste Versicherung

Fahranfänger müssen für eine Kfz-Versicherung in der Regel deutlich höhere Prämien zahlen als Versicherungsnehmer, die sich bereits in einer höheren Schadenfreiheitsklasse befinden. Um jedoch auch in den ersten Jahren mit Führerschein bares Geld zu sparen, sollte man einige Tipps beachten. Dazu gehört beispielsweise die Anmeldung des eigenen Autos als Zweitwagen bei den Eltern.

Mittlerweile ist es bekannt, dass die Prämien für eine Kfz Versicherung gerade nach dem Bestehen der Führerschein Prüfung für Fahranfänger besonders teuer ist. Wer nicht an dem Programm Führerschein mit 17 teilgenommen hat, sieht sich in der Regel mit sehr hohen Prämien konfrontiert. Um aber auch in diesem Alter und mit dieser Schadenfreiheitsklasse gut abgesichert zu sein und dabei auch noch Geld zu sparen, kann man einige einfache Tipps beachten, die sich für junge Fahrer bzw. Versicherungsnehmer immer wieder auszahlen. Gerade wenn es um die Übertragung von Rabatte geht, sind viele Versicherer sehr kulant, sodass junge Fahrer nicht gleich in den ersten Jahren hohe Prämien zahlen müssen.

Grundsätzlich steigen Fahranfänger bei jeder Versicherung in die Schadenfreiheitsklasse 1/2 ein. Das bedeutet, der Versicherungsnehmer zahlt bei dieser Einstufung 230% der Beiträge. Sobald der Versicherte mindestens ein halbes Jahr schadenfrei ist, kann er im folgenden Versicherungsjahr in die Schadenfreiheitsklasse 1 aufsteigen. Dabei halbieren sich die Beiträge fast von 230% auf 140%. In den folgenden Jahren ist es für Versicherungsnehmer schließlich möglich bis in die Schadenfreiheitsklasse 25 aufzusteigen und den Beitragssatz auf weniger als 30% zu senken. Die verschiedenen einzelnen Vertragsbedingungen kann man problemlos auf den Webseiten der einzelnen Versicherer nachlesen. Während 230% der Beiträge recht hohe Kosten für den Versicherungsnehmer bedeuten, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten die Kosten zu senken.

Wer sein erstes eigenes Auto hat, sollte sich überlegen das Fahrzeug bei seinen Eltern anzumelden. Wer das eigene Auto als Zweitwagen anmeldet, bekommt bei einer Reihe von Versicherern einen Zweitwagen-Rabatt. Dabei kommen Versicherungsnehmer oftmals auf eine Ersparnis von mehr als 10%. Bei den meisten Versicherern zahlen die Kunden für den zweiten Wagen nur 85% des Beitragssatzes vom ersten Fahrzeug. Wer noch kein eigenes Auto hat, sollte bei der Kfz Versicherung seiner Eltern miteinsteigen. Dabei erhöht sich der Tarif in der Regel doch im Vergleich zu einer eigenen Versicherung sind die Beiträge recht gering.

Eine weitere Möglichkeit um als Fahranfänger bares Geld zu sparen ist über eine Rabattübertragung. Hat einer der Familienmitglieder einen Schadenfreiheitsrabatt und befindet dieser sich mindestens in Schadenfreiheitsklasse 1, hat dieser die Möglichkeit den Schadenfreiheitsrabatt auf ein anderes Familienmitglieder zu übertragen. In diesem Fall verfällt der Rabatt für diese Person, doch der Empfänger kann von wesentlich günstigeren Beiträgen profitieren.

Abschließend sollte man sich als Versicherungsnehmer fragen, ob eine Vollkaskoversicherung oder Teilkaskoversicherung unbedingt notwendig ist. Gerade bei Neuwagen ist eine Kaskoversicherung sinnvoll und notwendig, doch als Fahranfänger mit einer teuren Versicherung können sich nur die Wenigsten eine geeignete Kaskoversicherung leisten. In diesem Fall zahlt sich die Haftpflichtversicherung aus. Die Kfz-Haftpflichtversicherung sichert den Versicherungsnehmer vor Schadenersatzansprüchen Dritter ab und enthält ab SF 4 den Rabattschutz und oftmals auch die Mallorca-Police. Mit der Mallorca-Police sind Versicherungsnehmer auch bei Fahrten in Ausland ausreichend abgesichert. Die Laufzeit beträgt dabei in der Regel bis zu drei Monaten.

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Im Test: Insgesamt 76 Kfz Versicherungen, davon 3 ausgezeichnet mit "sehr gut"