Autos und Straßen: Die Panamericana und die Route 66

Sie gelten beide als Traumstraßen und liegen teilweise auf ein- und demselben Kontinent. Die Panamericana schlängelt sich an der Westküste der USA entlang, während Autofahrer auf der Route 66 den Weg von Chicago nach Los Angeles finden. Beide Straßen sind Ergebnis der großen Massenmotorisierung auf den amerikanischen Kontinenten. Während die Panamericana noch weitgehend die Infrastruktur der einzelnen Länder belebt, lebt die Route 66 fast ausschließlich nur als legendäre Autostraße weiter. Beide haben jedoch einen unvergleichlichen Reiz, der das Fahren auf diesen Strecken zum Erlebnis macht.

Alles begann mit einem Auto, das mehr war als nur ein Fahrzeug auf vier Rädern. Das T-Modell von Ford war der Beginn der Massenmotorisierung in den USA. Zum ersten Mal wurde ein Auto hergestellt, das sich jeder leisten konnte. Kein Wunder also, dass mit dem Verkauf Millionen von Exemplaren die komplette Infrastruktur in den USA auflebte. Bis dahin war Vieles weitgehend von der Eisenbahn geprägt. Das Netz war damals mit Abstand das Größte der Welt. Mittlerweile ist nur noch ein Bruchteil der Schienen vorhanden, während die Autobahnen deutlich mehr geworden sind.

Im Zuge dieser Entwicklung wurde eine Verbindungsstraße zwischen Chicago und Los Angeles gebaut. Diese einfache Fernstraße sollte später einen geradezu legendären Ruf erhalten. Die Route 66 war geboren und leistete einen großen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Nordamerikanischen Kontinents. Sie machte aus einer Kleinstadt wie Los Angeles ein Weltstadt, die viele Künstler anzog. Andererseits fanden viele Menschen Arbeit auf den Obstplantagen im US-Bundesstaat Kalifornien.

Heute ist die Straße weitgehend verwaist. Kein Wunder, denn schließlich wurde nach dem Zweiten Weltkrieg das Fernstraßensystem weiter ausgebaut. Während die Route 66 an einigen Stellen recht abenteuerlich wirkt, ist das moderne Highway-System deutlich sicherer und breiter angelegt. Das größte Teilstück, das noch übrig ist, findet sich im US-Bundesstaat Arizona wieder. Nahe der Stadt Flagstaff pilgern auch heute noch eine Reihe Nostalgiker und Biker zur Traumstraße.

Die andere Traumstraße heißt Panamericana und erfüllt – im Gegensatz zur Routre 66 in den USA – eine sehr wichtige infrastrukturelle Rolle. Kein Wunder, denn die Straße verläuft durch mehrere Kontinente und mehr als ein Dutzend Ländern. Sicherlich hat sie in den USA nicht die Bedeutung die sie beispielsweise in Mittelamerika oder in Teilen Südamerikas hat.

Doch wie bei der Route 66 finden immer wieder organisierte Touren auf dieser Straße statt. So kann man beispielsweise den südlichen Teil von Kolumbien bis nach Chile durchqueren und einige der schönsten Landschaften der Welt bestaunen. Andererseits gibt es auch viele interessante Orte im Nördlichen Teil zwischen Alaska und Panama. Ein durchqueren beider Teile ist leider (noch) nicht möglich. Zwischen Panama und Kolumbien fehlt ein kleines Teilstück, der Isthmus von Darien, der wohl nie fertiggestellt wird. Hier müssen Autofahrer vorübergehend aufs Flugzeug umsteigen und nördlich bzw. südlich weiterfahren.

Insgesamt kann man also feststellen, dass beide Straßen nach wie vor sehr populär sind. Die Route 66 erfüllt zwar noch immer wichtige Aufgaben, wird jedoch mehr und mehr zum Touristenmagnet. Die Panamericana, hingegen, verbindet viele Länder Nord- und Südamerikas und ist gleichzeitig ein wichtiger Teil der Infrastruktur.

Tags:

tt



Platz 1 im Kfz Versicherungsvergleich
Platz 2 im Kfz Versicherungsvergleich
Platz 3 im Kfz Versicherungsvergleich

Im Test: Insgesamt 76 Kfz Versicherungen, davon 3 ausgezeichnet mit "sehr gut"